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Private Ladestationen für Elektroautos

Für den tatsächlichen oder den potentiellen Elektroautofahrer ist der Aspekt des Aufladens der Batterien von existenzieller Bedeutung. Die Frage ist: Gibt es Alternativen zu den öffentlichen Ladestellen?

Die Vorstellung, sein Elektroauto in der heimischen Garage aufladen zu können, entbehrt nicht eines gewissen Charmes. Die Möglichkeit, sein Fahrzeug quasi über Nacht an der heimischen Steckdose fahrbereit machen zu können, sollte den Elektroautofahrer begeistern.

Dabei dürfen die Anforderungen, die der Nutzer an eine private Ladestation stellt, nicht vernachlässigt werden. Eine private Lademöglichkeit sollte preiswert, zuverlässig, komfortabel und in erster Linie sicher sein.

Der richtige Anschluss

Tatsächlich wird die Mehrzahl aller Elektroautos im privaten Bereich geladen. Es ist sogar abzusehen, dass bis in die mittelfristige Zukunft der Ladeschwerpunkt im privaten Bereich zu suchen ist. Theoretisch ist der Anschluss an die üblichen Haushaltssteckdosen möglich - aber nicht empfehlenswert. Die normale Haushaltssteckdose ist für einen Dauerbetrieb wie das Laden eines Elektroautos weder ausgelegt noch geeignet. Auch sind diese meist gegen das Eindringen von Feuchtigkeit nicht geschützt, was im Außenbereich zu Problemen führt.

Private Ladestationen für Elektroautos
Ladestation für Elektroautos - B. Wylezich - Fotolia.com

Die herkömmlich vorhandene Ladeleistung von 3,7kW bei 16A würde in den meisten Fällen zwar ausreichen. Im Dauerbetrieb wäre eine Begrenzung der Spannung auf 10A erforderlich. Der Ladevorgang würde in diesen Fällen jedoch verhältnismäßig lange dauern – ein Aufladen über Nacht ist dann kein Problem, schnelles Laden zwischendurch aber ineffizient.

Deshalb erscheint es sinnvoll, für eine private Ladestation seine Ladeinfrastruktur nachzurüsten oder bei einem Neubau fest einzuplanen. Für eine sichere und bequemere Ladung sollte die private Ladestation mit einer Industriesteckdose ausgerüstet sein. Mit einem Stromanschluss von 22 kW Anschlussleistung und 32A könnte eine normale Ladung ohne Schwierigkeiten erfolgen. Bei einer Aufrüstung des bestehenden Stromanschlusses sollte vorher eine Beratung durch eine Fachkraft erfolgen. Auf jeden Fall sollte eine separate Sicherung nebst einem Schutzschalter eingebaut werden.

PV-Anlage und intelligente Stromspeicher als eigene Stromtankstelle

Aufgrund der zunehmend günstiger werdenden Stromspeicher ergeben sich in nicht so ferner Zukunft komplett neue Möglichkeiten sowohl für unser Energiesystem bzw. das Stromnetz wie auch für unsere Mobilität. So hat der E-Auto-Hersteller Tesla bekannt gegeben für rund 5 Milliarden Dollar eine Fabrik für Stromspeicher zu bauen was die Preise Akkus weiter zum Fallen bringen wird. Dadurch ist die Möglichkeit schon greifbar nahe mit einer PV-Anlage oder/und einer Kleinwindanlage den Großteil der Energie fürs eigene Auto selbst zu produzieren und mit einem intelligenten Akku zu speichern so dass man praktisch die eigen Stromtankstelle in der Garage hat.

Was tun, wenn keine private Garage vorhanden ist?

Die Vorteile einer privaten Ladestation liegen auf der Hand. Es entfällt die Extra-Fahrt zu einer Tankstelle oder einer öffentlichen Ladestation. Gleichzeitig reduziert sich der zeitliche Aufwand für das Betanken bzw. Aufladen auf das Einführen und Abziehen eines Steckers in der heimischen Garage. Da der Verbraucher selbst bestimmen kann, wann er sein Fahrzeug auflädt, kann er den günstigeren Nachtstrom nutzen und so Kosten sparen.

Die Aussage, dass sich das Aufladen des Elektroautos in der eigenen Garage lohnt, wirft gleichzeitig die Frage auf: Was tun, wenn man keine eigene Garage hat? Was kann der Mieter in einem Mehrfamilienhaus machen, wenn er keine Möglichkeit hat, eine eigene Ladestation zu errichten? Hier scheint der Personenkreis der Garagenbesitzer zurzeit im Vorteil zu sein.

Die heimische Garage mag aber nicht die einzige Möglichkeit sein, eine private Lademöglichkeit für sein Elektrofahrzeug zu schaffen. Dem Gedanken folgend, dass eine solche Station nur dort Sinn macht, wo sich das Fahrzeug wenigstens eine gewisse Zeit am Tag aufhält, könnte das private Laden auch am Arbeitsplatz erfolgen. Voraussetzung wäre hier eine entsprechende Vereinbarung mit dem Arbeitgeber.

Denkbar wären auch „Garagen-Sharing“ Projekte, die vor allem in Großstädten, wo das Anmieten von Garagen normal ist, sinnvoll wären. Zwei oder mehrere Personen könnten sich eine Garage mit Stromanschluss teilen und abwechselnd zum Laden der Elektrofahrzeuge nutzen.

Wenn man diesen Gedanken etwas „weiterspinnt“ dann besteht für Stadtbewohner die Möglichkeit zusammen mit Landbewohnern z.B. in einer gemeinsamen Energiegenossenschaft im näheren Umfeld der jeweiligen Stadt selbst Strom mit einer Windkraftanlage oder einer PV-Anlage zu produzieren. Diese gemeinsam produzierte elektrische Energie kann man dann für den Strombedarf in den Häusern oder/und für das Tanken des Elektroautos oder der sonstigen E-Fahrzeuge der Mitglieder der Energiegenossenschaft nutzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Bild Quelle
Tesla Roadster Creative Commons Creative Commons
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Quelle: Wikipedia
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