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Kosten des Ladens von Elektroautos und bei den anderen Antriebstechnologien

Elektroautos haben den Ruf, dass die Kosten für das Tanken des Fahrzeugs sehr niedrig sind. Dies ist tatsächlich so, wenn man sich die Ladekosten vor Augen führt. Durchschnittlich benötigt ein Elektroauto, welches nicht auf Leichtbauweise ausgelegt ist, ca. 14 kWh je 100km. Dies bedeutet bei Stromkosten von 25Ct/kWh, dass für eine Fahrt von 100km 3,50€ anfallen. Vergleicht man dies mit einem konventionellen Fahrzeug mit Dieselmotor müsste dieses bei Literkosten von 1,25€ einen Verbrauch von 2,8l/km aufweisen. Wesentlich interessanter wird der Fall, wenn das Fahrzeug direkt durch Strom von einer Photovoltaikanlage getankt wird. Bei einem Vergütungssatz von 13Ct/kWh sind 1,82€ notwendig. Dies entspricht dann einem Fahrzeug mit 1,46l je 100km. In dieser Hinsicht sind Elektrofahrzeuge eine sehr gute Möglichkeit der Fortbewegung. Ein weiterer interessanter Punkt ist die Tatsache, dass man durch leichte Fahrzeuge ein enormes Sparpotenzial hat. Beispielweise hat das Fahrzeug Cityel, ein Einsitzer in Leichtbauweise, lediglich einen Verbrauch von ca. 5 kWh auf 100km. Das Fahrzeuggewicht liegt bei nur 200kg. Bei einem Fahrzeugkauf gilt es zu bedenken, ob große schwere Geländewagen wirklich notwendig sind. Die wenigsten Fahrzeuge dieser Bauart haben jemals unwegsames Gelände gesehen! Hier besteht enormes Sparpotenzial hinsichtlich des Verbrauchs pro 100km.

Preis für Strom aus erneuerbaren Energien abhängig von der Wetterlage

Durch den „Kraftstoff“ Strom sind aber noch viele weitere Möglichkeiten denkbar. So könnte ein flexibles Preismodell entwickelt werden. Wenn an stürmischen Tagen oder wolkenlosem Himmel sehr viel regenerativer Strom zur Verfügung steht, ist der Strompreis geringer. Dagegen wird an Tagen mit knappem Angebot an regenerativer Energie der Preis entsprechend verteuert. Dadurch ergäben sich automatisch interessante Steuerungsmöglichkeiten, die die Stromnetze in Deutschland entlasten könnten. Diskussionen über Stromtrassen würden dann in anderem Licht erscheinen.

Energie als Wasserstoff kostengünstig zwischenspeichern

Ähnliche Konzepte könnten auch mit Hilfe von wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen entwickelt werden. Hier bietet sich sogar an, den Wasserstoff an der Tankstelle zwischenzuspeichern. Ein wichtiger Punkt ist jedoch die Erzeugung des Wasserstoffs. Bislang wird dieser kaum durch Elektrolyse erzeugt, da der Wirkungsgrad sehr gering ist. Für ein Zeitalter ohne oder mit knapper werdenden fossilen Brennstoffen, ist dies der richtige Weg. Hier könnte ebenfalls überschüssiger regenerativer Strom zur Wasserstofferzeugung eingesetzt werden. Es gibt z.B. seit Kurzem eine sehr interessante und innovative Technologie wie man Energie mit Hilfe einer Trägerflüssigkeit, die ungefähr die Eigenschaften von Diesel aufweist, speichern und transportieren kann.

Elektroautos als Stromtransporter und als Energiespeicher

Weiterhin ist es auch möglich, gezielt die Elektrofahrzeuge als Stromspeicher einzusetzen. Hierfür ist allerdings ein bidirektionaler Betrieb der Leistungselektronik notwendig, es gibt auch bereits serienmäßige Elektroautos die den bidirektionalen Betrieb ermöglichen. In diesem Fall kann die Batterie vom Stromnetz geladen und auch wieder Energie von der Batterie in das Stromnetz eingespeist werden. Leider bieten bislang noch sehr wenige Fahrzeuge diese Option. Diese Dienstleistung könnte dann ebenfalls in ein Vergütungsmodell einfließen.

Das Haus kostengünstig mit Strom vom E-Auto versorgen

Wenn man diesen Gedankengang in Sachen bidirektionaler Ladung noch einen Schritt weiter denkt und sich entsprechend vor Augen führt dass einige der bereits am Markt befindlichen E-Autos Batteriekapazitäten von bis zu 85 kWh an Bord haben ergeben sich komplett neue Möglichkeiten. Da ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland am Tag „nur“ rund 10 kWh Strom verbraucht ist es gut vorstellbar und technisch möglich dass man bei einem Haushalt, der mit einer Energie Eigenversorgung z.B. in Form einer PV-Anlage und einem Stromspeicher ausgestattet ist, an Tagen ohne ausreichende eigene Energie diese Differenz zumindest teilweise ausgleicht. Und zwar mit Hilfe der E-Auto Batterie und der bidirektionalen Ladung wenn man das Auto z.B. an der Windpark oder am solarpark aufgetankt hat. So ein Energiekonzept, bei dem man die Bereiche Strom, Wärme und Mobilität nicht mehr getrennt betrachtet, kann nachhaltig dazu beitragen die Kosten für Energie, und speziell auch fürs Tanken, durch eine intelligente Mischkalkulation deutlich zu senken und man kann vor allem unabhängiger von fossilen Energien bzw. von Energiekonzernen werden.

Diese Ausführungen machen deutlich dass schon jetzt die Möglichkeit besteht durch eine weitestgehende Energie Eigenversorgung (mit Hilfe einer intelligenten Kombination der drei Energiebereiche Strom, Wärme und Mobilität) Geld zu sparen und vor allem auch die dezentrale Energiewende voranzutreiben. Leider gibt es bisher nur wenige Firmen bzw. Spezialisten die in diese Richtung denken und die bei Ihrer Beratung in Sachen Kauf eines Elektroautos oder eines Stromspeichers derartige Möglichkeiten berücksichtigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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